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Ein bisschen mehr Liebe

...sag mal du: Liebst du dich eigentlich? Diese Frage bekommst du bestimmt nicht oft gestellt, oder?

Doch von dieser Frage und der daraus resultierenden Antwort geht so viel aus.


Mein Mann und ich hatten, so wie ganz viele Paare und Familien, mit einem riesigen Rollenwechsel zu "kämpfen". Wir wurden Eltern und waren plötzlich nicht mehr nur noch zu zweit, sondern da war ein Wesen, das etwas ganz dringend brauchte: LIEBE.

Und die geben wir unserer Tochter jeden Tag, ohne Ende.

Doch nicht selten fanden wir UNS in unendlichen Diskussionen, Streitereien wieder.

Irgendwie kam es dazu, dass wir keine Teamplayer mehr waren, sondern Gegner. Wir schoben die Schuld immer auf den anderen, machten immer den anderen für etwas verantwortlich und wir merkten beide, wie verletzlich Liebe eigentlich sein kann.





Es handelte sich um eine stinknormale Krise, die jede Ehe mal mehr und mal weniger durchmacht. Es ist völlig normal, denn wir sind auch nur Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Erziehungen und manchmal auch Vorstellungen. Da kann es schon vorkommen, dass wir eben einmal nicht auf den gleichen Nenner kommen.


Doch solche Phasen können auch gefährlich werden, wenn beide nicht mehr weiter an etwas arbeiten: DER LIEBE.


Doch wo beginnt die Liebe? Können wir lieben ohne uns selbst zu lieben. Wie wichtig ist Selbstliebe und was verändert sie. Und warum haben wir, wenn es um die Liebe geht eigentlich immer so viel Angst?


ANGST VS. LIEBE


Liebe heilt und verbindet, während Angst immer trennt." - Malina Seiler

Kennst du diese Ängste:

- Ich habe Angst verletzt zu werden (deshalb bleibe oder bin ich lieber alleine)
- Ich habe Angst zu vertrauen (mein Vertrauen wurde schon ´mal gebrochen.
- Ich habe Angst dir weh zu tun
- Ich habe Angst abgelehnt zu werden

Ja die Angst steht uns immer Weg, wenn wir doch nur eines wollen: Lieben und geliebt werden.

Doch wie können wir uns von diesen Ängsten befreien, ein Leben nicht in angst leben sondern mit ganz viel Liebe?

... und hier komme ich wieder zu dieser Frage zurück: "LIEBST DU DICH EIGENTLICH SELBST?"




Das Ding mit der "Selbstliebe"

Was bedeutet sich "selbst zu lieben" eigentlich? Bedeutet es jeden Tag aufzuwachen, in den Spiegel zu schauen und sich selbst zu sagen: "Ich liebe dich!" -Ende?

Wenn es nur so einfach wäre. Selbstliebe ist viel komplexer als wir denken und oft ein jahrelanger Prozess, diese Liebe für uns Selbst wieder zurückzubekommen. Heißt das wir haben uns schon einmal selbst geliebt? Natürlich! Als wir noch ganz klein, unberührt und in unserer eigenen kleinen Welt waren, d.h. kleine Kinder waren. Da stellte sich uns nicht die Frage ob wir uns selbst lieben. Wir waren neugierig, wir waren mutig, wir hatten Spaß und waren voller Träume und Phantasie. Doch dann kommt das Leben, ich meine das richtige Leben, voller Regeln, Strukturen und Konsequenzen. Wir lernen, dass nicht immer alles "richitg" ist, was wir tun. Wir lernen, dass wir durch ein Verhalten andere Menschen verletzen können und/oder auch selbst verletzt werden können. Mehr oder weniger verlieren wir das Vertrauen in uns selbst, wir lernen durch unser "inneres Sprechen" in der Kindheit Werte, Normen und Strukturen, die uns nicht selbst gehören, anzunehmen und zu verinnerlichen. Und dies kann schließlich dazuführen, dass wir uns und unsere innere Stimme irgendwie selbst verlieren und wir oft im Konflikt mit der Liebe zu uns selbst stehen.


Unsere Lebensaufgabe ist somit, diese Liebe zu uns selbst wieder zurückzugewinnen, um genauso nämlich leben und handeln zu können: Voller Liebe.


Wo ist diese Selbstliebe? Woher bekomme ich sie und vor allem wie bekomme ich sie?


Stelle dir vorerst diese Fragen. (Nimm dir Zeit; schreibe sie in dein Notizbuch und spüre/höre in dich hinein):


Wer bin ich und was mache ich?


Liebe ich was ich tue (Arbeit; Freizeit..)?


Würde ich gerne etwas daran ändern? Wenn ja, was?


Wer sind meine Freund*innen?


Verbinde ich positive/glückliche Gefühle mit ihnen?


Was hat mich früher als Kind immer froh und glücklich gemacht?


Wer hat mich früher immer glücklich gemacht?


Was würde ich tun wenn ich nicht arbeiten müsste?


Was macht dich an dir selbst besonders glücklich? (Kann etwas an deinem Erscheinungsbild oder einer Eigenschaft von dir sein)?


In welchen Momenten bin ich ganz "stimmig" mit mir selbst?


Wofür brenne ich?


Wann bin / war ich glücklich?


Was denke ich über Verzeihen und Versöhnung?


Was verstehe ich unter „Liebe“?



Konntest du die Fragen für dich beantworten?

Merkst du langsam, was Selbstliebe bedeutet?




Sich selbst zu lieben, heißt sich selbst wichtig zu nehmen, sich selbst an erste Stelle zu setzen. IMMER!


Wenn du jetzt denkst, das ist doch absolut egoistisch, das kann ich nicht tun, mein Partner, meine Kinder stehen bei mir an erster Stelle.

Dann frage ich dich noch einmal: Bist du mit dir selbst zufrieden, liebst du dich und das was du tust wirklich? Sei ehrlich zu dir selbst!

Wenn ja, dann Applaus an dich, du lebst in voller Liebe zu dir und deinen Mitmenschen.

Wenn nein, dann wird es jetzt Zeit etwas daran zu ändern!


Und noch einmal, sich selbst an erste Stelle zu setzen ist nicht egoistisch, sondern (über-)lebenswichtig! Wenn du dich und das was du tust nicht liebst, woher nimmst du die Kraft andere zu lieben, liebevoll zu handeln und zu entscheiden? Gelassen und glücklich zu sein? Voller Kraft und Energie zu sein, weil du liebst was du tust und wer du bist?


Siehst du: Es beginnt alles mit der Liebe, mit der Liebe zu dir selbst.



Bedeutet das jetzt, wenn ich lerne mich selbst zu lieben, dann habe ich genug Kraft andere zu lieben und entgehe jeden Konflikt?


Ja und Nein. Sich selbst zu lieben und wertzuschätzen ist soo wichtig um anderen auch mit Liebe begegnen zu können, aber es heißt nicht, dass wir durch unsere Liebe zu uns selbst, nicht manchmal auch Wut oder Ärger gegenüber anderen verspüren können bzw. dürfen.

Die Frage ist jedoch, wie lange hält diese Wut gegenüber einer Person an, entsteht daraus vielleicht sogar Hass?

Wenn (Selbst-) Liebe in uns da ist, dann fällt es uns einfach leichter, anderen Menschen zu vergeben oder ein Mitgefühl zu entwickeln.

Können wir uns selbst nicht leiden, wie sollen wir dann fähig sein, andere zu leiden?


Das Thema "Vergebung" ist wiederum ein Thema für sich. Bevor ich jedoch diesen Post hier beende, möchte ich euch noch ein paar Zeilen eines Buches da lassen, die mich zu diesen Post inspirierten.


Doch zu Abschluss möchte ich noch sagen:


Sich selbst zu lieben ist oft leichter gesagt als getan. Eine fehlende Selbstliebe, kann sich anfühlen, als wäre der ganze Körper und die ganze Seele ein Splitterhaufen, diese Erfahrung machte ich Jahre lang selbst. Meine fehlende Liebe zu mir selbst, hat vieles in meinem Leben kaputt gemacht. Erst als ich erkannte, wo ich anfangen musste, habe ich es gerlent zu vergeben, sich selbst zu vergeben, zu lieben und es auch zuzulassen geliebt zu werden.

Ich bin mir selbst so wichtig, dass ich nie wieder einfach nur existieren oder bloß für andere existieren möchte.

Und genau das sollst Du auch nicht tun....



"Jeder Konflikt ist eine Möglichkeit, Liebe in Form von Vergebung zu erfahren. Jede Verletzung ist eine Möglichkeit, Liebe in Form von Heilung zu erfahren. Jeder Verlust ist eine Möglichkeit, Liebe in Form von Loslassen zu erfahren. Jede Angst ist eine Möglichkeit, Liebe in Form von Vertrauen zu erfahren!" - Laura Marina Seiler







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